Softwareupdates — das Auto ändert sich nach dem Kauf
Ein Update über das Mobilfunknetz bringt neue Fahrzeugsoftware und kann alles verändern, vom Infotainment bis zum Ladeverhalten und zur Arbeit der Assistenzsysteme.
Der Umfang schwankt stärker, als der Begriff vermuten lässt. Am einen Ende wird nur das Infotainment aktualisiert und der Rest des Autos bleibt unberührt. Am anderen greifen Updates auf Antrieb, Batteriesteuerung und Assistenzsoftware zu, und dann ändert sich das Verhalten des Fahrzeugs wirklich. Chinesische Hersteller stehen eher am zweiten Ende — ihre Softwarekultur ist darauf gebaut.
Warum das beim Kauf zählt
Der offensichtliche Nutzen: Eine Schwäche zum Marktstart lässt sich ohne Werkstattbesuch beheben. Mehrere chinesische Modelle haben sich nach europäischer Kritik beim Laden und bei der Abstimmung der Assistenzsysteme deutlich verbessert. Der Test eines ein Jahr alten Autos kann deshalb ein Fahrzeug beschreiben, das es so nicht mehr gibt.
Weniger offensichtlich ist, dass die Änderung auch in die andere Richtung gehen kann. Ladeleistungsgrenzen, Leistungsangaben und Funktionsumfang wurden branchenweit auch per Update reduziert, meist aus vertretbaren technischen Gründen, und der Käufer kann sich praktisch nicht wehren.
Vor dem Kauf lohnen deshalb drei Fragen: was das Auto seit Marktstart tatsächlich bekommen hat, ob die Konnektivität, die Updates ausliefert, für Ihr Land freigeschaltet ist, und ob die Garantie davon abhängt, das Fahrzeug aktuell zu halten. Ein Parallelimport scheitert an der zweiten Frage häufig, und zwar unbemerkt.
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Aktualisiert 22.08.2026