Degradation — wie Batterien Kapazität verlieren
Degradation ist der dauerhafte Kapazitätsverlust einer Batterie. Sie entsteht durch kalendarische Alterung und durch Ladezyklen und wird als Gesundheitszustand gemessen.
Zwei Prozesse laufen nebeneinander. Die kalendarische Alterung läuft, ob das Auto fährt oder steht, und wird durch Wärme und durch langes Stehen mit vollem Speicher beschleunigt. Die zyklische Alterung entsteht durch Laden und Entladen und wird durch Schnellladen, tiefe Entladung und Laden bei niedrigen Temperaturen beschleunigt.
Der Verlauf ist nicht linear. Die meisten Speicher verlieren in den ersten Monaten einen merklichen Anteil und flachen danach deutlich ab. Ein früh gemessener Wert für sich allein erschreckt deshalb meist ohne Grund.
Warum das beim Kauf zählt
Beim Neuwagen ist Degradation eine Garantiefrage: Der Hersteller sichert zu, dass der Gesundheitszustand über einen festgelegten Zeitraum und eine festgelegte Laufleistung eine Schwelle nicht unterschreitet.
Beim Gebrauchtwagen ist sie die zentrale Unbekannte, und nur ein Diagnoseauslesen klärt sie zuverlässig. Wo es unabhängige Batterieprüfungen gibt, sind deren Kosten gegenüber dem Fahrzeugpreis vernachlässigbar.
Auch die Chemie spielt hinein. LFP-Speicher vertragen in der Regel mehr Vollzyklen als nickelbasierte, was mit ein Grund für die längeren Garantien darauf ist.
Aktualisiert 22.08.2026