Ladekurve — warum die Spitzenleistung nichts aussagt
Die Ladekurve beschreibt, wie sich die Ladeleistung über den Ladevorgang verändert. Sie bestimmt die Dauer des Stopps stärker als der Höchstwert aus dem Prospekt.
Die Spitzenleistung hält ein Auto meist nur in einem schmalen Fenster des Ladestands, oft für wenige Minuten. Danach fällt sie ab, damit die Zellen nicht überhitzen und nicht schneller altern. Ein Auto mit niedrigerer Spitze, aber flacher Kurve, lädt in der Praxis schneller als eines mit beeindruckendem Maximum, das nur kurz anliegt.
Warum das beim Kauf zählt
Der Prospektwert ist eine Marketingzahl, weil er einen Augenblick beschreibt und nicht den Weg. Nützlicher ist, wie viele Minuten das Laden von niedrigem Stand bis etwa vier Fünftel der Kapazität dauert — das ist der Bereich, in dem auf langer Strecke tatsächlich geladen wird.
Die Form der Kurve hängt an der Batterietemperatur. Eine kalte Batterie lädt langsam, gleich was die Säule kann, weshalb bessere Autos eine Vorkonditionierung haben, die den Akku auf dem Weg zur Säule vorbereitet. Ohne sie kann der Winterstopp ein Vielfaches des Sommerstopps dauern.
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Aktualisiert 22.08.2026