Wechselstromladen — langsam, aber die Hauptsache
Beim Wechselstromladen kommt der Strom aus dem normalen Netz, und das im Auto verbaute Ladegerät wandelt ihn in Gleichstrom um. Es ist langsamer als Gleichstromladen, deckt aber den größten Teil der tatsächlich geladenen Energie ab.
Der Unterschied zum Schnellladen liegt nicht am Stecker, sondern daran, wo der Wandler sitzt. Beim Wechselstromladen steckt er im Auto, und seine Leistung bildet die Obergrenze, ganz gleich was Wallbox oder Säule können. Beim Gleichstromladen sitzt der Wandler in der Ladesäule, und das Auto nimmt den Strom direkt in die Batterie.
Warum das beim Kauf zählt
Die meisten Halter laden über das Autoleben hinweg den weit überwiegenden Teil der Energie auf diesem Weg — zu Hause über Nacht oder bei der Arbeit über Tag. Schnellladen ist für Reisen da, nicht für den Alltag, und steht in Prospekten trotzdem an erster Stelle.
Praktisch entscheidet die Leistung des Onboard-Laders, nicht der Stecker. Ein Auto mit halb so starkem Ladegerät braucht für dieselbe Menge doppelt so lange, was über Nacht meist egal ist. Es stört dort, wo tagsüber auf einem Parkplatz mit begrenzter Standzeit geladen wird.
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Aktualisiert 22.08.2026